Sonntag, 30. Juli 2017

Rezension #16 Erwachen des Lichts von Jennifer L. Armentrout

- kann kleine Spoiler enthalten - 



Am 12.06.2017 erschien mit „Erwachen des Lichts“ der Auftakt zur neuen Reihe von Jennifer L. Armentrout. Die neue „Götterleuchten“-Reihe ist ein Spin-Off zur fünfteiligen „Dämonentochter“-Reihe – sollte man diese ebenfalls lesen wollen, empfiehlt es sich mit der ´Dämonentochter` anzufangen, da in „Erwachen des Lichts“ die Grundgeschichte gespoilert wird.
In „Erwachen des Lichts“ geht es um die Studentin Josie, die eine griechische Halbgöttin ist und den Apollyon Seth (bekannt aus der o.g. Reihe), der ein Krieger von Apollo bzw. der griechischen Götter ist. Dieser soll Josie beschützen und in Sicherheit bringen, da sie dazu bestimmt ist, gegen die Titanen zu kämpfen.
Doch auf dem nervenaufreibenden Weg durch die USA müssen die Beiden allerhand überstehen, was sie immer mehr zusammenschweißt. Josie und Seth haben mehr gemein als sie denken, doch wie wird Josie empfinden, wenn sie das komplette Ausmaß von Seth’s düsterer Vergangenheit erfährt?
Viel Zeit hat sie nicht, denn zwischen Training und Gefühlen bahnt sich ein herannahender Krieg der Götter an… der nicht nur einen Tod fordert.








Der Umschlag des Buches ist in Schwarz und Gold gehalten. Die goldene Schrift leuchtet richtig und kommt auf dem schwarzen Untergrund hervorragend zur Geltung, genau so ist auch das Farbthema auf der Rückseite. Durch den Kontrast und das Glänzen wirkt der Klapptext geradezu anziehend. Der Buchrücken verfolgt das Farbthema in umgekehrter Weise – schwarze Schrift auf altgoldenem Untergrund.

Weiterhin kann man auf dem Cover goldene Sprenkel/Sternschemen erkennen, die stellenweise auch zu Sternbildern arrangiert sind; gleiches gilt für die Rückseite. Abgerundet wird das Cover von einem durchscheinenden Bild eines Paares im Profil. Durch die Schattierungen kann man die ungewöhnliche Haarfarbe der Frau erahnen, was darauf schließen lässt, dass es sich um Josie handelt. Bei dem Mann kann man die goldenen Augen sehen – was im Rückschluss bedeutet, dass dieser Mann Seth darstellt.

Der Umschlag ist aus festem, beschichtetem Material, das mattglänzend ist; macht man ihn ab, ist das Buch darunter einfarbig. Eine Mischung aus Ocker, Gold und Senf.
An sich finde ich das Cover sehr schön und hochwertig. Allerdings gefällt mir der Mann als ´Seth` nicht so gut – ich stelle ihn mir markanter und verwegener vor, der ´abgebildete Seth` wirkt mir zu weich und jungenhaft – nicht wie der harte Krieger, als der er beschrieben wird im Buch. Etwas schade finde ich auch, dass der normale Einband so unifarben ist, es hätte sich eventuell angeboten hier die Sternbilder wieder aufzunehmen.
Alles in allem ein tolles geheimnisvolles Cover, das als ´funkelnder Stern` dem Betrachter ins Auge fällt.








Der ausgewählte Text auf der Rückseite ist in sechs kurzen Sätzen prägnant und knapp gehalten. Man kann bereits hier einen knisternden Funken spüren, der den Leser neugierig auf mehr macht.
Klappt man das Buch auf, wird man mit einer weiteren Beschreibung der Geschichte auf der Innenseite des Umschlags belohnt. Spätestens hier springt der Funke vollends über – dieser weitere kurze Einblick macht noch viel neugieriger auf die Geschichte als der ursprüngliche Klapptext. Man kann sich dadurch sofort für dem griechischen Krieger erwärmen und fiebert dem Lesen förmlich entgegen.

Man kann fast sagen, bei dem Buch handelt es sich um eine Schatzkiste und man wird bereits beim ersten Aufblättern/-schlagen belohnt!









Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist jugendlich, frisch und fesselnd. Armentrout verwendet eine dem Genre angemessene Sprache, die man leicht versteht und einen schmunzeln lässt. Sie hat die Geschichte von Josie und Seth in der ´Ich-Perspektive`, abwechselnd aus Sicht der Protagonisten geschrieben. Man kann dich dadurch von Anfang an mit den Charakteren identifizieren und in die Story eintauchen. Durch diese Sichtwechsel hat man Einblick in die Gefühlswelt beider Hauptfiguren, das ist zutiefst spannend und interessant, da man so ein besseres Verständnis für beide bekommt – außerdem ist so die Aufmerksamkeit und Konzentration des Lesers gefordert. Durch die Verwendung von Ironie und Sarkasmus, Humor und Wortwitz bekommt die Geschichte einen tollen unterhaltsamen Charakter. Diese sprachlichen Mittel machen die Charaktere realer und greifbarer. Das Buch wird dadurch einfach noch unterhaltsamer. Wenn sich Seth und Josie ´angiften`, weiß man einfach, dass da mehr dahintersteckt.
Ab Seite eins ist „Erwachen des Lichts“ fesselnd, spannend und vereinnahmend; man wird förmlich mitgerissen und in Atem gehalten.
Die Spannung ist von Beginn an spürbar da, es gibt überhaupt keine Durststrecken und so lässt sich das Buch locker und leicht durchlesen, ohne, dass man merkt, wie weit man bereits ist. Man kann es kaum aus den Händen legen!

Der Spannungsbogen führt kontinuierlich zum Showdown, der den Klimax des Buches bildet. Alles führt zu diesem Punkt und selbst danach ist „Erwachen des Lichts“ noch spannend. Unterstützt wird der Spannungsbogen vor allem durch die prickelnden Gefühle, die Armentrout zwischen Josie und Seth immer mehr entfachen lässt. Diese fortwährende unterschwellige Erotik lässt den Puls des Lesers (ebenfalls) höherschlagen und man fiebert natürlich die ganze Zeit mit, wie die Protagonisten mit diesen unleugbaren Gefühlen und der heißen Anziehung umgehen.
Jennifer L. Armentrout macht aus „Erwachen des Lichts“ aber keinesfalls einen puren Erotikroman – es handelt sich mehr um einen ausgereiften ´Romantic Fantasy`-Roman. Die aufkeimende Romanze macht das Buch aber aus und trägt sie – man erhofft sich beim Lesen einfach, dass die Beiden es schaffen, bzw. man würde sogar sehr gerne mit Josie tauschen, denn Seth ist einfach DER bookish boyfriend, den man sich nur wünschen kann…
Am Ende, nach dem Höhepunkt, bekommt man noch einen kleinen Ausblick, wie es im kommenden zweiten Band dann weitergeht, bzw. was die Protas als nächstes erwartet; diese Aussicht macht neugierig und man möchte am liebsten sofort weiterlesen und wieder in die Story eintauchen.

Als ´Unwissender` merkt man sehr rasch, dass es eine Geschichte vor der Geschichte geben muss. Man kann „Erwachen des Lichts“ aber auch lesen, wenn man das Vorwissen aus der „Dämonentochter“-Reihe nicht hat, da die Ursprungsgeschichte im Kurzformat und Schnelldurchlauf erwähnt wird.
Man merkt, dass Seth bereits eine Entwicklung gemacht hat, dennoch entwickelt er sich in diesem Buch stetig weiter – das macht die Story so dynamisch.
Auch die Tatsache, dass Josie so sympathisch und ´normal` ist, macht es sehr einfach sich in sie hineinzuversetzen.
Beide Protagonisten entwickeln sich durch die Geschichte hin und ich habe das Gefühl, dass sie sich dabei gegenseitig helfen. Diese Charakterentwicklungen machen das Buch nur noch lesenswerter!

Ich finde „Erwachen des Lichts“ überzeugend, unterhaltend und spannend von Anfang bis Ende. Wie gesagt ist Seth einfach toll – der Hammer. Er ist ein zutiefst komplizierter Charakter der von der Autorin hier wunderbar komplex dargestellt wird; bis zum Schluss bleibt er aber trotzdem ein ´heißes` Rätsel und ich freue mich darauf mehr von diesem Rätsel zu erfahren.
In dieser Geschichte vereint Jennifer L. Armentrout gefühlsmäßig alle meine Lieblings-Romantasy-Romane und einen Hauch der After-Reihe in einem…
Diese Erkenntnis kam ab Seite 115, da wurde mir klar, dass Seth die perfekte Mischung aus Jace Herondale (Chroniken der Unterwelt), Damon Salvatore (Vampire Diaries) und Dimitri Belikov (Vampire Academy) ist und da bleibt mir nur der Mund offen stehen!!! Ich gehöre somit definitiv ganz offiziell zu Team Seth.
Der gelungene Reihenauftakt „Erwachen des Lichts“ hat mich komplett gefesselt und überzeugt, er steht für Leidenschaft, Vertrauen, Loyalität und Liebe – daher kann ich das Buch nur empfehlen!

Auf Band zwei freue ich mich jetzt schon sehr.







Cover 4,5/5 
Klapptext 4,5/5
Story 5*/5
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Gesamt 5/5








Voraussichtlich am 11.09.2017 erscheint der zweite Band "Im leuchtenden Sturm" und voraussichtlich am 11.12.2017 der dritte Band "Glanz der Dämmerung".




Vielen Dank an den HarperCollins Verlag für das tolle Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst!

(Die Bilder habe ich von der Internetseite des HarperCollins-Verlages)

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